Linux als Server

Ein Server sollte per Power Button ausgeschaltet werden können. Deswegen muss man unter Ubuntu das Skript /etc/acpi/powerbtn.sh anpassen. Man schreibt am Anfang einfach die Zeile noch einmal, die am Ende steht und geht mit exit 0 aus dem Skript raus:

/sbin/shutdown -h now "Power button pressed"
exit 0

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Netzwerke unter Linux einzurichten stellt unter keiner großen Distribution ein Problem dar. Gängige Hardware wird problemlos erkannt und kann in einem Konfigurationstool eingerichtet werden. Z.B. unter SuSE im Yast2 Manager und dann im Bereich Netzwerkgeräte.

Aber was passiert genau bei der Konfiguration:

  1. Zuerst wird für die Netzwerkkarte ein entsprechendes Modul geladen. Ein Modul ist ein Treiber der die Hardware direkt anspricht. Alle Softwarekomponenten sprechen die Hardware über diesen Treiber an.
  2. Als nächstes wird für die Netzwerkkarte eine IP Adresse vergeben mit dem Kommandozeilentool ifconfig.
  3. Danach werden die Routen richtig gesetzt. Alle Ziele die nicht im eigenen Netzwerk liegen müssen über ein default Gateway gehen.
  4. Damit man beim Browsen nicht die IP Adresse eingeben muß sondern Namen wie www.google.de eingeben kann, trägt man in /etc/resolv.conf einen Nameserver (DNS) ein der die Namen wieder zu IP Adressen auflöst.
  5. Damit diese Einstellungen auch einen Neustart überlebt, werden die Einstellungen in Konfigurationsdateien unterhalb von /etc/sysconfig/network geschrieben und beim booten von einem init-Skript eingelesen.

Monitoring ist im Serverbereich ein wichtiges Kapitel, da man nicht ständig an einem Serversystem angemeldet ist, muss man die wichtigsten Fitnesswerte und die Erreichbarkeit relevanter Dienste durch aktive Monitore regelmäßig überwachen. Im Falle einer Störung, muss der Administrator informiert werden.

Ich wähle aus dem Open Source Bereich Nagios zur Systemüberwachung, da es eine sehr große Entwicklergemeinde hat und leicht erweiterbar ist.

Die Konfiguration von Nagios besteht aus reinen ASCII Dateien, die man mit einem einfachen Editor bearbeiten kann. Komfortabler geht es aber mit Nagios Erweiterungen, die man ganz einfach in Nagios integrieren kann.

Eine sehr gute Anlaufstelle ist NagiosExchange.

Als  Tools setze ich unterschiedliche Komponenten ein:

  • HP SIM
  • open ITCockpit
  • HP Open View Operations

Falls man Linux als Server einsetzt, kommt auch schnell die Anforderung ein System hochverfügbar zu machen. Die absolute Ausfallsicherheit gibt es nicht, aber man hat mittlerweile auch unter Linux die Möglichkeit eine Anwendung in einem Hot-Standby Cluster laufen zu lassen und so eine noch bessere Ausfallsicherheit zu erzielen. 

Dieser Artikel ist mehr als Erfahrungsbericht zu verstehen. Wer eine ordentliche Dokumentation sucht, sollte sich besser auf der offizeillen Homepage des High Availability Linux Project umschauen. Ich brauche für meine Anwendungen einen FTP- und Webserver. Als Betriebsystem dient SLES10, als FTP Server dient der vsftp Server und Apache kommt als Webserver in Frage. So, jetzt fangen wir mit den Zutaten an.

Ein Hochverfügbarkeitscluster besteht meist aus einer Cluster Engine, die sich um die Kommunkiation der einzelnen CLustermitglieder kümmert, ein Resourcemanger, der die Clusterkonfiguration verwaltet und Clusterpaketen. In ein Clusterpaket pakt man alles was eine Anwendung zum Betrieb benötigt. Meist handelt es sich um eine IP Adresse, einen gemeinsamen Speicherbereich und die Anwendung selbst.